Pheidole pallidula: ein neues Ytongnest

Neues Nest

Wie bereits im Februar geschrieben, wurde das alte 30 x 20 cm Ytong Nest der Kolonie langsam zu klein. Deshalb habe ich ihnen ein neues gebaut:

Das stehende Ytong-Nest.

Das stehende Ytong-Nest.

Als Grundlage wurde ein 60 x 20 x 7,5 cm Ytong-Stein verwendet. In diesen habe ich dann mit einer Holzraspel für die Bohrmaschine die Kammern herausgefräst. Anschließend wurde das ganze mit Fliesenkleber ausgekleidet, damit sich die Ameisen nicht einen Weg in die Freiheit durch den Ytong „fressen“ können. Der Fliesenkleber hat sich bereits beim alten Nest bewährt.

Dann wollte ich die Kammern und Gänge noch mit Sand „beflocken“. Dazu habe ich den noch feuchten Fliesenkleber mit Sand großzügig bestreut und das ganze 24 Stunden lang horizontal hingelegt. Nach Ablauf der Zeit entfernte ich den überschüssigen Sand. Leider hielt der Sand nur an wenigen Stellen:

Nur an wenigen Stellen hat sich der Sand fest mit dem Fliesenkleber verbunden.

Nur an wenigen Stellen hat sich der Sand fest mit dem Fliesenkleber verbunden.

Als Glasabdeckung dienten zwei 30 x 20 cm Glasscheiben, die von zwei günstigen Bilderrahmen stammten.

Damit an der Stelle, wo sich die beiden Glasscheiben berühren, keine Ameise durchkommt, habe ich zuerst Tesafilm links und rechts auf die Glasscheiben geklebt, anschließend Silikon aufgetragen und mit einem Silikonspachtel abgezogen.

Erkundung

Nachdem ich das Nest mit der Anlage verbunden hatte, begannen die Ameisen auch recht schnell damit das Nest zu erkunden. Bereits eine Stunde nach dem Anschließen, befanden sich ein paar hundert Arbeiterinnen im neuen Nest:

Foto einer Hälfte des Nests. Man erkennt einige Ameisen, die die Gänge und Kammern erkunden.

Foto einer Hälfte des Nests. Man erkennt einige Ameisen, die die Gänge und Kammern erkunden.

Auch in der anderen Hälfte befanden sich bereits viele Ameisen. Vor allem in der Nähe des Nestausgangs herrschte reger Verkehr:

Ameisen in der Nähe des Nestausgangs.

Ameisen in der Nähe des Nestausgangs.

Aber auch in den anderen Kammern ist bereits einiges los

Blick in eine weitere Nestkammer. Auch dort befinden sich bereits einige Arbeiterinnen.

Blick in eine weitere Nestkammer. Auch dort befinden sich bereits einige Arbeiterinnen.

Kosten

Evtl. ist es ja auch ganz interessant, wie viel so ein Nest kostet:

  • Ytong: € 2,29
  • Glasscheiben: € 5,60
  • Holzraspel: € 3,33 (war komplett stumpf danach, habe ein Set aus 3 Raspeln für etwa € 10 gekauft)
  • Silikon: € 0,90 (Silikonkartusche € 9, die wird mindestens für 10 solche Nester halten)
  • Fliesenkleber: € 0,80 (Der Fliesenkleber; 5 kg Sack hält auch locker für mindestens 10 solcher Nester)

Ich habe jetzt den Sand weggelassen, weil das eh nicht richtig geklappt hat, aber dann sind wir bei: € 12,92 Materialkosten.

Das Nest zu bauen hat über zwei Stunden gedauert, also man ist da schon einige Zeit beschäftigt 😉

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2 Antworten

  1. 8. März 2016

    […] ← zurück […]

  2. 28. Mai 2018

    […] mittlerweile, schon sehr voll. Daher musste ein neues Nest her. Zum Glück hatte ich noch das große Ytongnest von der Pheidole pallidula Kolonie, die mir leider 2016 verstorben ist zur […]

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