Seit gestern habe ich eine kleine Kolonie Solenopsis fugax.

Ich hatte die Art zwar schon einmal (leider verstarb die Gyne), aber es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie klein die Ameisen doch sind. Diese Art ist die kleinste Ameisenart Deutschlands und zählt auch zu den kleinsten Ameisenarten der Welt. Sie ist sogar noch kleiner als Plagiolepis pygmaea.

In der freien Natur ernähren sich diese Ameisen hauptsächlich von der Brut anderer Ameisenarten. Dazu graben die Arbeiterinnen sehr schmale Gänge direkt in die Brutkammern der Wirtsameisen und zerlegen dort deren Brut und transportieren diese anschließend zurück in ihr eigenes Nest. Daher nennt man sie auch Gelbe Diebsameise.

Hier sieht man zwei Arbeiterinnen neben einem 1 Eurocent Stück.

Zwei Solenopsis fugax Arbeiterinnen etwas oberhalb des 1 Eurocent Stücks.
Zwei Solenopsis fugax Arbeiterinnen etwas oberhalb des 1 Eurocent Stücks.

Vor die Öffnung des Reagenzglasnestes habe ich ein rundes Stück Papier mit einem dünnen Streifen Tesafilm befestigt, in welchem unten eine kleine Öffnung ausgeschnitten wurde.

Selbst diese Öffnung war ihnen noch zu groß und so waren sie gestern und heute damit beschäftigt diese mit Sand zu verschließen:

Der Eingang des Reagenzglasnestes. Man erkennt das Stück Papier, das ich davor befestigt habe und auch den Haufen Sandkörner, der von den Ameisen verwendet wurde, um die kleine Öffnung zu verschließen. Zwei Arbeiterinnen schaffen gerade weitere Sandkörner heran
Der Eingang des Reagenzglasnestes. Man erkennt das Stück Papier, das ich davor befestigt habe und auch den Haufen Sandkörner, der von den Ameisen verwendet wurde, um die kleine Öffnung zu verschließen. Zwei Arbeiterinnen schaffen gerade weitere Sandkörner heran.
Nahaufnahme einer Solenopsis fugax Arbeiterin, die gerade ein Sandkorn trägt.
Nahaufnahme einer Solenopsis fugax Arbeiterin, die gerade ein Sandkorn trägt.
Eine weitere Solenopsis fugax Arbeiterin mit einem Sandkorn.
Eine weitere Solenopsis fugax Arbeiterin mit einem Sandkorn.

Die Kolonie lebt derzeit noch in einem Reagenzglasnest.

Ein Blick in das Reagenzglasnest der Solenopsis fugax Kolonie.
Ein Blick in das Reagenzglasnest der Solenopsis fugax Kolonie.

Die Gyne ist zwar auch recht klein, aber im Verhältnis zu den Arbeiterinen recht riesig:

Die Solenopsis fugax Königin (Gyne)
Die Solenopsis fugax Königin (Gyne)

Riesig ist auch die Menge an Brut, die sie produziert hat. In einigen Wochen wird sich die Koloniegröße vervielfacht haben:

Ein Teil der Brut, der Solenopsis fugax Kolonie
Ein Teil der Brut, der Solenopsis fugax Kolonie
Ein weiteres Bild von der Brut der Solenopsis fugax Kolonie. Wie man sieht, sind alle Brutstadien vorhanden.
Ein weiteres Bild von der Brut der Solenopsis fugax Kolonie. Wie man sieht, sind alle Brutstadien vorhanden.

Zum Fressen sind sie bis jetzt noch nicht gekommen, sie müssen sich es wohl erst einmal etwas gemütlicher einrichten ;).

2 Antworten auf “Solenopsis fugax: Die kleinste Ameise Deutschlands

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