Antscan: 2.193 Ameisen im Röntgenblick — das größte 3D-Datenbankprojekt der Myrmekologie

Segmentierte 3D-Darstellung einer Eciton hamatum Wanderameise: Außenansicht, Schnittbild mit roten Muskeln, grünem Verdauungstrakt und blauem Nervensystem, sowie Detailansichten von Gehirn, Darm und Stachel

Anfang März 2026 ist ein Paper erschienen, das mich kurz hat nachdenken lassen, ob ich das richtig gelesen habe. Ein internationales Forscherteam hat über 2.193 Ameisen komplett in 3D gescannt — von außen und innen, Muskeln, Gehirn, Stachel, alles. 792 Arten, 212 Gattungen, freie Datenbank. Das Projekt heißt Antscan, und es ist das größte Morphologie-Projekt, das es für Ameisen je gab.

Wanderameisen bilden U-förmige Brücke

Screenshot eines Facebook-Videos, das Treiberameisen zeigt, die eine lebendige Brücke zu einem Kartonnest angelegt habe und diese nutzen, um die Larven daraus zu plündern.

In einer der Facebookgruppen, in denen ich Mitglied bin, wurde das folgende Video gepostet:

Man sieht, wie Treiberameisen (Vermutlich Eciton sp.) ein Kartonnest überfallen und Larven daraus plündern. Auch erkennt man schön, wie die Ameisen eine lebendige Brücke (wobei lebendiges „U“ wäre wohl passender 😉 ) bilden, um das Nest zu erreichen.

Allerdings frage ich mich, warum sie nicht den direkten Weg (über die Decke) gewählt haben. Aber evtl. hatten sie das, aber einige sind abgerutscht und die anderen Ameisen hielten sie fest und so ist dann dieses Konstrukt mit der Zeit entstanden.