Hallo Ameisenfreunde,
wer meine Haltungsberichte hier auf crazyants.de regelmäßig verfolgt, weiß, dass ich eigentlich meine Formikarien recht spartanisch einrichte und eher wenig Dekoration verwende.
Doch heute mache ich mal eine gewaltige Ausnahme. Ich habe eine Miniatur von Minas Tirith (der Festung von Gondor aus dem Herrn der Ringe) gedruckt und der Solenopsis fugax-Kolonie in ihr Formikarium gestellt:
Um die Kolonie aus dem Nest zu locken, habe ich ein Festmahl an der höchstmöglichen Stelle platziert: Ganz oben auf dem Plateau gab es frisch zerkleinerte Walnüsse und Pekannüsse:
Auf den letzten Bildern seht ihr sehr schön den Übergang zurück in ihre gewohnte Umgebung: Ein reges Treiben am Nesteingang im Sandboden, während der Nussnachschub ins unterirdische Nest geschafft wird. Man erkennt es zwar wegen des schlechten Kontrasts nur schwer, aber ein paar Ameisen haben kleine Stückchen von den Nüssen zwischen ihren MandibelnDie Mandibeln (Mundwerkzeuge) sind farblich hervorgehoben). ... More und tragen sie zurück ins Nest:
Auch wenn ich in Zukunft definitiv bei meinen eher spartanischen Setups bleiben werde – dieser kleine Ausflug nach Mittelerde hat sich allein schon für die tollen Beobachtungen und Fotos gelohnt. Das zeigt einfach, wie flexibel und anpassungsfähig diese winzigen Tiere bei der Erschließung von Nahrungsquellen sind.
Was sagt ihr zu solchen künstlichen Elementen im Formikarium? Absolute Ausnahme oder habt ihr selbst auch schon mal mit 3D-Druck in der Ameisenhaltung experimentiert? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!





